Polyamorie – Mehr als eine Liebe @ paraflows Id/entity: Perspektiven – Rekonstruktion des Selbst und Alternativen

Auf Basis sich verbreiternder Informationsmaterialien und damit auch vielfältigen Angeboten zur Arbeit am Ich wird die Frage nach dem Bauplan des modernen Subjekts neu reflektiert. Insbesondere Aspekte der Normierung sowie des Verhältnisses unseres Ichs zum Netz und damit verbundene Machtstrukturen finden sich in der Auseinandersetzung. Als Quelle von Sinn und Erfahrung (Castells) grenzt Identität immer auch an Prozesse der Sinnkonstruktion, der Identifikation, an persönliche oder soziale Ziele und kulturelle Attribute. Die Baumaterialien unserer Identitäten sind vielfältig: Religion, Biologie, Klasse, Rasse, Geschlecht, Kollektive, Phantasie, Kultur sowie Zeit sind nur einige der Quellen, auf die wir bei der Konstruktion unseres Ichs zurückgreifen. Durch mediale Prozesse und Simulationen stellt sich zunehmend die Frage nach der Verarbeitung und Präsentation unserer Identitäten, die in Bezug auf Selbstdarstellung und soziale Rollen im Einklang, Widerspruch oder Konflikt stehen können.

Dennoch stellen wir uns Identität als jene Form vor, die nach außen abgeschlossen und stabil ist und nach innen über ein Bewusstsein von sich selbst verfügt, das keine allzu großen Widersprüche aushalten muss. Inwieweit aber stellen uns aktuelle gesellschaftliche und mediale Strukturen vor die Herausforderung, diese Widersprüche zu integrieren?

Identität ist auch Selbstbeherrschung: Das mit sich selbst identische Subjekt ist der „Staat im Staat in der ersten Person“, wie es in einem frühen Song der Gruppe Blumfeld heißt. Juristische Identität ist der Ausgangspunkt für den freien Willen, für die autonome Person und die individuelle Freiheit. Im Namen jener Entität, die wir in der Identität geworden sind, kommunizieren und verhandeln wir miteinander. Vor allem aber ist Identität Arbeit an sich selbst, über performative Akte oder ökonomische und kapitalistische Anrufungen. So verwalten und verwerten wir uns und werden dadurch auch berechenbar: nicht nur da, wo uns Identitätswaren im Sinne der Gruppenzugehörigkeit oder eines Lebensstils angeboten werden. ©paraflows2016

Paraflows – Festival für digitale Kunst und Kulturen

Nursing Care for ageing Sexual Minorities is a relatively new area of research. A literature review suggests a dearth of nursing care facilities for LGBTI* seniors and limited knowledge of nurses about specified LGBTI* health issues. This descriptive thesis views historical implications influencing the biographies of ageing LGBTI* members, which in turn imprint nursing care agendas. Role models for nursing theories suitable for LGBTI* people and their specific histories are introduced in this work as well. Further the thesis views projects in german speaking Europe and schooling possibilities for nurses on needs of LGBTI* seniors. It seems important to broaden the competences of nurses relating to LGBTI* elders with embedding necessary training in schooling curricula.

Link zur gesamten Arbeit (DE)   –>  LGBTI* Pflege_Muscarina